Keine zwei Tage später: Alexandra schickt mir ein Mail mit „ersten Ideen“. Fast zwei A4-Seiten in enger, kleiner Schrift.

Aber: ganz so schlimm tönt das ja alles gar nicht.
„Heiztemperatur der Büroräume drosseln“ – Sollte kein Problem sein, niemand sitzt im dicken Pulli da. Manchmal ist es mir selber fast zu warm.
„Treppen statt Lift nutzen“ – OK, ist ja auch gesünder.
„Plastikbecher beim Kaffeeautomaten entfernen“ – Macht Sinn. Und als Nicht-Kaffee-Trinker tangiert mich das ja nicht einmal.
„Muss der Server mit einer Klimaanlage gekühlt werden?“ – So, jetzt wird’s herausfordernder. Was wohl der EDVer dazu sagt?
„Mitarbeiter belohnen, die mit dem ÖV kommen.“, „Weniger Parkplätze für die Mitarbeiter“ – …und willkommen in der Komfortzone, Alex.

Je länger die Liste, desto weniger häufig mache ich in Gedanken schon ein Häkchen. Und es wird klar: Wer’s wirklich ernst meint mit dem Klimaschutz, der hört nicht nach einem Dutzend Massnahmen, die nicht wirklich wehtun, auf.

Aber: So wirklich abwegig sind die Vorschläge eigentlich gar nicht. Und der letzte Satz bleibt auch einige Stunden nach der ersten Lektüre lange haften: „Im Team kommunizieren, warum diese Massnahmen wichtig sind und dass das Unternehmen für Vorschläge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit offen ist.“

In mir gärt eine Idee, eine Vision. In den folgenden Tagen bespreche ich diese mit dem engsten Umfeld. Und niemand findet sie wirklich verrückt. Also: Machen wir uns auf den Weg.