Unser #KlimaExperiment

Dornbusch Medien will klimaneutral werden

Man kann von Greta Thunberg und der Klimajugend halten, was man will. Man kann Ursula von der Leyens Milliarden-Paket als übertriebenen Aktionismus abtun. Aber Fakt bleibt: Wir müssen mit unserer Umwelt achtsamer umgehen. Wie und ob das gelingt, testen wir an uns selber.

Gerade für unseren Verlag sollte der Umweltschutz ein zentrales Thema sein. Besonders zwei unserer Zeitschriften, der Sonntag, der 2020 sein 100-jähriges Bestehen feiert, und der Doppelpunkt, der als Magazin für einen achtsamen Umgang mehr als blosse Floskeln vermitteln will, stehen seit ihrer Gründung für Werte wie den nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung, der Umwelt und unseren Errungenschaften.

Handeln, statt nur reden

Doch auch in der Dornbusch Medien AG kommt immer wieder eine menschliche Schwäche zum Vorschein: „Man“ sollte etwas tun. Aber konkrete Taten bleiben aus, da man dazu die Komfortzone verlassen müsste.

Unsere Vision: klimaneutral bis Ende 2021

Darum haben wir uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis Ende 2021 sind wir klimaneutral.
Auf dieser Seite möchten wir alle Interessierten mitnehmen auf diese Reise. Wir wollen Sie teilhaben lassen an unserer Vision – und vor allem am Ringen um deren Umsetzung. Kann man als Unternehmen überhaupt klimaneutral werden? Wie motivieren wir Mitarbeiter, Partner, Kunden? Welche Lösungen drängen sich auf, welche müssen gefunden werden? Bis zu welchem Punkt macht Umweltschutz Spass – und wo und wann wird diese Vision durch die harte Realität eingeholt?

Unser #KlimaExperiment – die ersten Schritte.
Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Warum wir #klimaexperiment machen

Anton Ladner über #klimaexperiment 

Verfolgen Sie unser #KlimaExperiment im Blog von CEO Fabian Egger und der Umweltbeauftragten Alexandra Neumann.

Tipps, um Heizenergie zu sparen

Tipps, um Heizenergie zu sparen

Letzten Februar haben wir uns vorgenommen, die Büroräume zukünftig nur noch auf 20° C zu heizen. So richtig geklappt hat es noch nicht …
Dieses Jahr haben wir aber einen grossen Vorteil: wir können schon früh damit beginnen, uns an die
herbstlichen Temperaturen zu gewöhnen.

So geht’s:  

  • Warme Kleidung früh aus dem Keller holen  
  • Wetterberichte schauen und entsprechende Kleidung wählen
    (Tierische und Synthetische Fasern wärmen besser als Pflanzliche)  
  • Zuhause auch möglichst wenig heizen, dann passt sich der Körper an  
  • Viel Zeit im Freien verbringen (z.B. Spaziergang am Mittag / mit ÖV oder Velo pendeln)  
  • Sport treiben (Treppen laufen statt Lift hilft auch)  
  • Saisonale und wärmende Lebensmittel essen: Unsere Körper können sich dadurch an die Jahreszeit anpassen  
  • Lieblingstee ins Büro bringen (zum Beispiel Chai oder Ingwertee mit wärmenden Gewürzen)  
  • Stosslüften: Fenster ganz öffnen, dafür nur kurz.

Motiviert bleiben: Ganze 40% der gesamten CO2-Bilanz der Dornbusch Medien AG kommt vom Heizen. Als Faustregel gilt: 1° C weniger heizen = 10% Heizenergie sparen. Es lohnt sich also wirklich. Ausserdem ist es auch besser für die Atemwege und Haut. Und wer das Klima schützt, schützt auch unzählige wunderbare Tierarten, Landschaften und Menschen, die von extremen Wetterereignissen bedroht werden. 
 

 

 

Von blauen Engeln und nordischen Schwänen

Von blauen Engeln und nordischen Schwänen

Ab sofort setzen wir bei unseren Kopierern und Druckern nur noch auf Recyclingpapier. Soviel ist klar. Doch hier beginnt der Kampf erst. Denn „Recyclingpapier“ scheint auch in der Papierbranche häufig ein Marketing-Schlagwort zu sein, bei dem der Inhalt nicht immer das erfüllt, was die Verpackung verspricht. Doch dafür gibt es doch offizielle Labels – denken wir. Und stossen auf FSC, FSC Mix, den Blauer Engel, die EU-Blume, den nordischen Schwan und viele weitere. Alle versprechen: Dieses Papier ist umweltfreundlich. Doch es gibt massive Unterschiede:

Um das „FSC Mix“-Label zu erhalten, muss das Papier beispielsweise zu mindestens 70 Prozent Frischfasern aus FSC-zertifizierten Wäldern, Recyclingfasern oder eine Mischung von beidem enthalten. In der Regel kommen aber ausschließlich Frischfasern zum Einsatz. Bei den restlichen bis zu 30 Prozent handelt es sich um nicht zertifizierte Frischfasern, für die lediglich eine kontrollierte Herkunft vorgeschrieben wird.

Weiter unterscheiden sich die Label beim wasser-, energie- und chemikalienintensiven Herstellungsprozess. Beim FSC-Label gibt es hierzu keinerlei Vorgaben. Der Blaue Engel hingegen garantiert, dass das Deinking (also das Entfernen von Farben und Störfaktoren aus dem Altpapier bei niedrigen Temperaturen geschieht und der Einsatz von Chlor, halogenierten Bleichmitteln und optischen Aufhellern verboten ist.

Rein technisch gesehen schneidet der Blaue Engel bei der Recherche am besten ab. Doch wie sieht das im Alltag aus? Genügt das Papier den Anforderungen, die wir trotz allem Willen um das ökologisch bestmögliche Papier an Optik, Haptik und Verdruckbarkeit stellen? Wir testen es aus und haben mehrere Papier zum Live-Test im Büroalltag bestellt. Das Ergebnis demnächst hier.

 

Elektronische Rechnungen – was meinen Sie?

Elektronische Rechnungen – was meinen Sie?

Nicht nur wir machen uns Gedanken über Umweltschutz und Energieeffizienz. Auch unsere Bildagentur Keystone SDA. Sie stellt auf einen digitalen Rechnungsversand um.

Auch wir überlegen, wie wir die über 100 000 Rechnungen, die wir jedes Jahr an unsere Kundinnen und Kunden versenden dürfen, klimaneutraler gestalten können. Im Gegensatz zu Keystone, die Unternehmen als Kunden haben, sprechen wir Privatpersonen an. Zwar versenden auch immer mehr „Big Player“ wie Telekommunikationsunternehmen oder Banken ihre Rechnungen und Korrespondenzen an Privatkunden digital – Kundinnen und Kunden drücken in den Kommentarspalten der Zeitungen jedoch regelmässig ihren Unmut darüber aus.

Was meinen Sie dazu? Möchten Sie als Privatperson ihre Rechnungen auch digital erhalten? Ihre Meinung interessiert mich. Schreiben Sie mir über das Formular auf dieser Seite.

 

Stromverbrauch – positiv überrascht!

Stromverbrauch – positiv überrascht!

Wie hoch ist eigentlich der Stromverbrauch eines Bürobetriebs?

Google lässt mich bei der Recherche doch recht ratlos zurück. Die meisten Zahlen stammen aus Österreich und Deutschland. Oder werden für Privathaushalte ausgewiesen. Auf www.energie.ch werde ich jedoch fündig: Pro Quadratmeter Fläche verbraucht ein Bürobetrieb 120 kWh pro Jahr.

Grund für meine Recherche war die Stromabrechnung der Regionalwerke Baden, die heute in der Post lag. Im zweiten Halbjahr 2019 verbrauchte die Dornbusch Medien AG 10 047 kWh. Auf den ersten Blick erschreckend – das sind hochgerechnet 20 000 kWh pro Jahr. Auf den zweiten Blick aber sehr erfreulich: Pro Quadratmeter Bürofläche ergibt das gerade einmal 35 kWh. Also weit unter dem Durchschnitt und ziemlich nahe am Zielwert von 20 kWh/m2/a, den energie.ch angibt.

Ich bleibe am Thema dran. Denn auch diese 20 000 kWh lassen sich doch sicher noch senken…

 

Teambriefing

Teambriefing

Jetzt beschäftige ich mich schon mehrere Wochen mit unserem Klimaexperiment. Dabei wissen die meisten vom Team noch fast nichts darüber. Also, höchste Eisenbahn, um Transparenz zu schaffen!

Kurze 15 Minuten gewähre ich mir fürs Briefing, aber zur Sicherheit tische ich dennoch Kekse auf. Ich erwarte kritische Menschen. Doch alle tauchen auf, und wirken freundlich. Ich zeige an einem Whiteboard einen Zwischenstand des Projektablaufs. Vor allem aber erkundige ich mich, ob jemand Bedenken äussern oder mitplanen möchte. Schweigen. Soll ich optimistisch sein und das als Vertrauen deuten?

Vorsichtig frag ich in die Runde, wann das Team mit mir Ideen suchen will, wie wir den CO2-Ausstoss senken und ganz vermeiden können. «Gleich nächste Woche!» votiert eine Kollegin. Einstimmendes nicken geht durch die Runde. Und bereits werden spontan die ersten Ideen genannt…
Und eines der schönsten Gefühle flattert auf: die Einigkeit und Stärke die man erfährt, wenn man gemeinsam an einem Strick zieht.

Willkommen, lieber Teamgeist!

 

 

Papierli-Ökos

Papierli-Ökos

Weit abseits von der Arbeit, samstags beim Einkaufen, erlebe ich eine Überraschung: «Wir sind klimaneutral», gibt das Geschäft an, in dem ich mich befinde. Es brennen Lichter, es ist warm und Produkte lassen sich ja auch nicht ganz ohne Energie herstellen. Ich frage nach, wie sie das geschafft hätten. «Ganz einfach», erwidert der Verkäufer, «eine Firma hat unseren CO2-Ausstoss berechnet und uns die entsprechende Kompensation in anderen Teilen der Welt in Rechnung gestellt.»

«Ja natürlich!», fällt bei mir der Groschen. So einfach ginge es. Anstatt Ende 2021 könnten wir so auch gleich jetzt klimaneutral werden. Mit CO2-Handel. Aber dann wären wir sozusagen «Papierli-Ökos», oder nicht?

 

Vorher-Nachher-Vergleich

Vorher-Nachher-Vergleich

Um eine Idee davon zu erhalten, was das Projekt sonst noch alles beinhaltet ausser der Umsetzung von Massnahmen zur CO2-Reduktion, skizziere ich einen Zeitplan. Dabei fällt mir auf, dass es noch immer eine Reihe anderer ToDo’s gibt, bevor es losgehen kann:

Zuerst sollten wir unsere Ist-Situation analysieren, damit wir später wissen, wieviel CO2 wir tatsächlich eingespart haben – ein eindrückliches «Vorher/Nachher»-Bild ist bei Schlankheitskuren schliesslich ein grosser Motivationsfaktor. Um herauszufinden, wie hoch unsere Auswirkung auf das Klima jetzt ist, muss ich mich jedoch schlau machen, wie ich eine CO2-Bilanz erstelle, oder wer diese machen könnte – und was das alles eigentlich beinhaltet. Ohnehin: Wie konnte ich vergessen, als erstes eine Recherchephase einzuplanen? Wissen, wo Wissen zu finden ist, ist doch das Wichtigste, wenn man Neuland betritt.

 

Wo beginnt Umweltschutz?

Wo beginnt Umweltschutz?

Letzten Donnerstag haben wir unser #KlimaExperiment mit einem Beitrag in den Zeitschriften „Sonntag“ und „Doppelpunkt“ öffentlich gemacht. Die ersten Feedbacks sind vielfältig: Von einem schlichten „Daumen hoch“ in den sozialen Medien über Komplimente im persönlichen Gespräch bis hin zu kritischen Mails, wir sollten doch bitte die Klimalüge nicht auch noch populistisch weiterverbreiten.

Zentral in den meisten Kommentaren ist aber eine Frage, die wir uns auch stellen: Wo fängt eigentlich Umweltschutz an?
Am Samstag habe ich mir beim Grossverteiler für den Gemüse- und Früchteeinkauf einen „Multi-Bag aus FSC-zertifizierter Zellulose“ gekauft. Zwar habe ich die Plastiksäckchen ja immer „artgerecht“ entsorgt und nicht in den Wald oder gar ins Meer geschmissen. Aber es fühlt sich definitiv umweltfreundlicher an, einen solchen wiederverwertbaren Bag zu verwenden.

Aber bringt’s das wirklich? Wo liegen die Grenzen zwischen Sinn und Unsinn?
Eine Frage, die mich in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich intensiv beschäftigen wird. Fürs erste nehme ich meinen Multi-Bag und verlasse mich auf das alte Sprichwort: „Nützt’s nüt, so schad’s nüt.“

 

Vier Listen

Vier Listen

Fabians Ankündigung hat einiges ausgelöst. Einige Kolleginnen und Kollegen sind begeistert und bieten mir sofort ihre Mitarbeit an. Andere wiederum sind – sagen wir – zurückhaltend. Ich führe einige inspirierende Gespräche in meinem Umfeld und muss meine Gedanken jetzt zielgerichtet sortieren. Diese Mindmap hilft mir. Ich definiere als Basis vier Kategorien:

Kategorie Eins: Büro. Damit meine ich alles, was sich an unserem Standort abspielt. Strom, Wärme, Büromaterial, Elektronik, Küche … Das ist mit Abstand die vielfältigste Kategorie. In allen Ecken wird auf jede Art und Weise CO2-Ausstoss verursacht.

Kategorie Zwei: Finanzen. Konten, Pensionskassen, Versicherer – viele Banken tragen durch ihre Investitionen, beispielsweise in die Förderung von Erdöl, massiv zum Klimawandel bei. Hier könnten wir also viel bewirken.

Kategorie Drei: Produktion. Das Papier für unser Magazin, der Druck und der Versand. Die unbeliebte Folie, in der das Magazin verschickt wird. Wie kann uns die Druckerei bei unserem Ziel, CO2-neutral zu werden, helfen? Oder wir ihr? Eine naive Frage: Wem werden die CO2-Emissionen, die die Produktion verursacht, überhaupt angerechnet? Uns? Der Druckerei? Oder gar den Konsumenten?

Und damit zur letzten Kategorie: Alles um Dornbusch herum. Die Partnerfirmen, die Auftraggeber, unsere Abonnenten und Abonnentinnen, die Anzeigekunden, das Verkehrssystem, die Schweizer Umweltpolitik, die vielleicht auch gerade dabei ist, eine Mindmap zu erstellen.

Wir werden klimaneutral

Wir werden klimaneutral

Donnerstag, 5. Dezember 2019: Weihnachtsfest für unsere Mitarbeiter. Vor dem Feiern präsentiere ich die strategischen und operativen Zielsetzungen für 2020. Zum Schluss: Eine Vision. „Bis Ende 2021 ist Dornbusch Medien weitgehend klimaneutral.“ Mit Alexandra habe ich das Projekt in den letzten Wochen mehrfach besprochen und „hinter den Kulissen“ vorbereitet. Jetzt wird sie offiziell zur „Umweltbeauftragten“ ernannt. Zehn Prozent ihrer Arbeitszeit soll sie zukünftig im Minimum für dieses Projekt aufwenden.

Ein Raunen, Staunen, erste fragende Blicke, auch der eine oder andere Augenaufschlag der mir signalisiert „Nicht auch du noch. Greta reicht doch.“
Aber die Mehrheit ist abwartend-positiv gestimmt. Jetzt ist es raus. Das Ziel gesetzt. Die Arbeiten an diesem Projekt können offiziell beginnen.

1000 Meter über Dornbusch

1000 Meter über Dornbusch

Mein letzter Eintrag endete mit «Es geht los!». Aber wie genau soll es losgehen? Was ist der allererste Schritt? Wo fängt man ein solches Projekt an, damit man nicht in die falsche Richtung läuft? Ich muss der Versuchung widerstehen, mich gleich in Details wie Kaffeebecher und Screensaver zu stürzen, um möglichst auch die grösseren Zusammenhänge zu erkennen und die Chance nicht zu verpassen, systemische Fehler auszumerzen, und grosse Hebel umzulegen. Das ist es ja schliesslich auch, was ich selber von der Klimapolitik verlange.

Und von wo aus hat man den besten Überblick über die Dinge? Aus der Luft! Also stelle ich mir vor, ich würde in 1000 Meter Höhe über Dornbusch Medien, über dem Aargau, vielleicht auch über der Schweiz fliegen und mir alles aus der Vogelperspektive ganz genau betrachten…

Es war kein Scherz…

Es war kein Scherz…

Als Fabian mir eröffnete, dass er Dornbusch bis Ende 2021 klimaneutral führen möchte, dachte ich ehrlich gesagt, ich hätte mich verhört. Oder es sei ein Scherz. Und er ist – oder war ? – nicht gerade der «typische Öko», wie man so schön sagt. Was hat ihn wohl dazu bewegt? Die jungen Klimaaktivisten? Die Fakten? Sein Sohn?

Als ich nach den ersten Besprechungen und nachdem wir uns für einen Projektnamen entschieden haben schliesslich das Projektlogo ausarbeite, fängt mein Herz definitiv an zu klopfen. Mir schiessen ständig neue Ideen durch den Kopf, was man alles umsetzen könnte, wie man das Team motivieren könnte. Doch jetzt ist Konzentration gefragt – und noch ist das Projekt nicht offiziell. Ich stelle das Logo fertig und trommle meine Vorgesetzten zusammen. Wie werden sie das neue Logo wohl beurteilen? Erleichterung! Es gefällt allen. Es geht los!

Alex‘ Liste

Alex‘ Liste

Keine zwei Tage später: Alexandra schickt mir ein Mail mit „ersten Ideen“. Fast zwei A4-Seiten in enger, kleiner Schrift.

Aber: ganz so schlimm tönt das ja alles gar nicht.
„Heiztemperatur der Büroräume drosseln“ – Sollte kein Problem sein, niemand sitzt im dicken Pulli da. Manchmal ist es mir selber fast zu warm.
„Treppen statt Lift nutzen“ – OK, ist ja auch gesünder.
„Plastikbecher beim Kaffeeautomaten entfernen“ – Macht Sinn. Und als Nicht-Kaffee-Trinker tangiert mich das ja nicht einmal.
„Muss der Server mit einer Klimaanlage gekühlt werden?“ – So, jetzt wird’s herausfordernder. Was wohl der EDVer dazu sagt?
„Mitarbeiter belohnen, die mit dem ÖV kommen.“, „Weniger Parkplätze für die Mitarbeiter“ – …und willkommen in der Komfortzone, Alex.

Je länger die Liste, desto weniger häufig mache ich in Gedanken schon ein Häkchen. Und es wird klar: Wer’s wirklich ernst meint mit dem Klimaschutz, der hört nicht nach einem Dutzend Massnahmen, die nicht wirklich wehtun, auf.

Aber: So wirklich abwegig sind die Vorschläge eigentlich gar nicht. Und der letzte Satz bleibt auch einige Stunden nach der ersten Lektüre lange haften: „Im Team kommunizieren, warum diese Massnahmen wichtig sind und dass das Unternehmen für Vorschläge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit offen ist.“

In mir gärt eine Idee, eine Vision. In den folgenden Tagen bespreche ich diese mit dem engsten Umfeld. Und niemand findet sie wirklich verrückt. Also: Machen wir uns auf den Weg.

 

Wie alles begann

Wie alles begann

Die nationalen Wahlen vom 20. Oktober 2019 sind vorbei. Und es ist klar: Die „grüne Welle“ schwappt auch über die Schweiz. Als Wochenzeitschrift greifen wir das Thema auf – aber nicht mit der von anderen Medien gewohnten Wiedergabe von „News“ (die eigentlich keine mehr sind), sondern mit einem Hintergrundthema. Denn unsere Leser sollen nicht nur etwas wissen, sondern das Thema auf verstehen. „Wie hoch ist eigentlich der CO2-Ausstoss in der Schweiz pro Kopf“, lautet die Frage.

Unsere Grafikerin Alexandra Neumann – selbst eine eben jener „Ökos“, die an einigen Freitagen streikhalber bei der Arbeit gefehlt hat (unter Anrechnung von Überzeit und Ferien) – nimmt sich der Frage nicht nur gestalterisch, sondern auch gleich als Autorin an. Mir gefällt nicht nur die Aufmachung des Artikels. Ich bin auch beeindruckt von der Menge und der Wucht der Informationen.

Das Gespräch mit Alex endet irgendwo bei ihrer Argumentation, warum Avocados auch für Vegetarier nicht sinnvoll sind. Und beim Satz: „Weisst du, eigentlich könnten wir als Unternehmen auch mehr fürs Klima machen.“ Beeindruckt von ihrem Engagement bitte ich sie, doch demnächst einmal ihre Ideen, wo wir denn als Unternehmen klimafreundlicher werden könnten, niederzuschreiben.

Bei der Heimfahrt in meinem SUV denke ich an das Gespräch mit Alex zurück. Eigentlich hat sie recht. Mal schauen, ob sie brauchbare Ideen liefert.

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