Weit abseits von der Arbeit, samstags beim Einkaufen, erlebe ich eine Überraschung: «Wir sind klimaneutral», gibt das Geschäft an, in dem ich mich befinde. Es brennen Lichter, es ist warm und Produkte lassen sich ja auch nicht ganz ohne Energie herstellen. Ich frage nach, wie sie das geschafft hätten. «Ganz einfach», erwidert der Verkäufer, «eine Firma hat unseren CO2-Ausstoss berechnet und uns die entsprechende Kompensation in anderen Teilen der Welt in Rechnung gestellt.»

«Ja natürlich!», fällt bei mir der Groschen. So einfach ginge es. Anstatt Ende 2021 könnten wir so auch gleich jetzt klimaneutral werden. Mit CO2-Handel. Aber dann wären wir sozusagen «Papierli-Ökos», oder nicht?