Ab sofort setzen wir bei unseren Kopierern und Druckern nur noch auf Recyclingpapier. Soviel ist klar. Doch hier beginnt der Kampf erst. Denn „Recyclingpapier“ scheint auch in der Papierbranche häufig ein Marketing-Schlagwort zu sein, bei dem der Inhalt nicht immer das erfüllt, was die Verpackung verspricht. Doch dafür gibt es doch offizielle Labels – denken wir. Und stossen auf FSC, FSC Mix, den Blauer Engel, die EU-Blume, den nordischen Schwan und viele weitere. Alle versprechen: Dieses Papier ist umweltfreundlich. Doch es gibt massive Unterschiede:

Um das „FSC Mix“-Label zu erhalten, muss das Papier beispielsweise zu mindestens 70 Prozent Frischfasern aus FSC-zertifizierten Wäldern, Recyclingfasern oder eine Mischung von beidem enthalten. In der Regel kommen aber ausschließlich Frischfasern zum Einsatz. Bei den restlichen bis zu 30 Prozent handelt es sich um nicht zertifizierte Frischfasern, für die lediglich eine kontrollierte Herkunft vorgeschrieben wird.

Weiter unterscheiden sich die Label beim wasser-, energie- und chemikalienintensiven Herstellungsprozess. Beim FSC-Label gibt es hierzu keinerlei Vorgaben. Der Blaue Engel hingegen garantiert, dass das Deinking (also das Entfernen von Farben und Störfaktoren aus dem Altpapier bei niedrigen Temperaturen geschieht und der Einsatz von Chlor, halogenierten Bleichmitteln und optischen Aufhellern verboten ist.

Rein technisch gesehen schneidet der Blaue Engel bei der Recherche am besten ab. Doch wie sieht das im Alltag aus? Genügt das Papier den Anforderungen, die wir trotz allem Willen um das ökologisch bestmögliche Papier an Optik, Haptik und Verdruckbarkeit stellen? Wir testen es aus und haben mehrere Papier zum Live-Test im Büroalltag bestellt. Das Ergebnis demnächst hier.